Rice and Shine

Rice and Shine

Ein vietdeutscher Podcast mit Minh Thu Tran und Vanessa Vu

Yellowfacing

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Weißen Menschen scheint es besonders viel Spaß zu machen, sich gelb anzumalen und als "Chinesen" zu verkleiden: An Fasching bzw. Karneval, im Theater und im Film. Warum bloß? In Folge 14 gehen wir der Frage nach, ergründen unsere Haltung zum sogenannten Yellowfacing und diskutieren Strategien im Umgang damit. Mit dabei: der Hamburger Theatermacher Dan Thy Nguyen ("Sonnenblumenhaus"). Zum Thema passende #FrageAnAsiaten: Wie finden wir Mulan-Kostüme?

Links zum Chinesenfasching

Interview mit watson.de und uns

Vice-Reportage von Marvin Xin Ku

Videobeitrag des Bayerischen Rundfunks in der Serie "Dahoam is Dahoam"

Mehr zu Yellowfacing

Missy-Interview mit Olivia Hyunsin Kim über asiatisch-deutsche Repräsentation und Diversifizierung im Kulturbetrieb

BR-Beitrag zu Yellowfacing in Hollywood von Malcolm Ohanwe

Teenvogue über die Geschichte des Yellowfacing

Besprochene Theaterstücke

“Han(s) im Glück” im Monbijou-Theater, Berlin

“Am Königsweg” im Schauspiel Frankfurt

“atlas” im Schauspielhaus Leipzig

Danke

Lin Hierse, Volontärin bei der taz (hier ein Interview von Lin mit uns über uns)

Olivia Hyunsin Kim, Choreografin (aktuell "Yellow Banana" in Sophiensaele)

Thomas Köck & Katja Herlemann vom Schauspielhaus Leipzig für die Hintergründe zum Theaterstück "atlas"


Kommentare

Elena
by Elena on 25. Juli 2019
Dear Minh Thu and Vanessa, I greatly enjoyed this episode as I am constantly thinking of race and cultural appropriation. Since I heard your commentary I have been wondering if owning Chinese porcelain or other "Asian" interior design products can be considered cultural appropriation. So far I always thought of cultural appropriation as the exploitation of another (minoritarian, colonized, or oppressed, or simply non-white) culture as entertainment, masquerade, or for the benefit of one's identity construction or performance. Fashion definitely falls into this category, as does everything that is displayed in a public space and visible on one's body. But what about the intimity of one's home? My guess would be that it is cultural appropriation, maybe a milder version of it, but nonetheless one that uses another culture as a prop for one's identity... or home. Thank you for your amazing work and insights!
Pierre
by Pierre on 05. Juni 2019
Vielen Dank für eure Arbeit. Ich als Weisser habs seit einigen Jahren verstanden, und versuche andere in meinem Umfeld zu sensibilisieren. Leider selten erfolgreich, vor allem in Europa. In den USA, wo ich momentan lebe, siehts wenigstens unter den Studenten anders aus. Die grossen Unis sind sehr divers, tolerieren keinen Rassismus, und haben Anlaufstellen für Diskriminations-Erfahrungen, wo man ernst genommen wird. In den Großstädten gibts auch verhältnismässig wenig Rassismus, vor allem im Vergleich zu Europa. Dort ist sogar die Pariser Oper am blackfacen und denkt sich nichts dabei, und die Haupt-Organisation für Anti-Rassismus, die LICRA (alles Weisse im Klub), verteidigt den Boycott für die Sportfiliale Decathlon, die es gewagt hat, einen Hijab für den Sport zu verkaufen. Siehe zB meine Uni, Northwestern University: https://admissions.northwestern.edu/student-life/diversity.html Liebe Grüße, Pierre
Lucy
by Lucy on 03. April 2019
Hallo, ich höre euch sehr gerne zu, weil ich eure Stimmen und euren Humor mag. Ich bin über den Artikel auf Edition F auf euch aufmerksam geworden. Macht weiter so! :) Ich finde es komisch, dass die Deutschen, ich auch also :), denken, wenn sie schlechte Laune haben, müssen sie das an alle melden und damit verbreiten. Zuhause gibt es da ein Donnerwetter von Mama und dann ist das vorbei. Ich habe mal gelesen, dass woanders auch ausdauernd gemeckert wird, aber das "deutsche" Meckern ist oft eher wie eine dunkle Regenwolke, die lange bleibt. Wie ist das so bei euch? LG, Lucy
Con út
by Con út on 17. März 2019
Hallo Vielen Dank für diese Folge, trotz der Komplexität habt ihr es geschafft, einen guten Überblick über dieses Thema in einer Episode zu geben. Ich hoffe es gibt weitere Folgen, die einige kurz angesprochene Aspekte vertiefen. Noch einige Kommentare von mir: In Holland gibt es ein Fest mit "dem schwarzen Peter " Ich lebe in Düsseldorf und meide Karneval auch schon lange. " Oh seit wann hat ein Schmetterling "S "- augen, hahahaha " usw. Aber es sind leider nicht nur die Betrunkenen, die offen rassistische Beleidigungen äußern, habt ihr schon mal die Kommentare unter Zeitungsartikel gelesen, die über diese Themen geschrieben haben. Häufiges Argument : Ein "Chinesenkostüm" wird verharmlost und es wird gefragt, ob sich ein Mann auch nicht mehr als Frau verkleiden darf usw. Also überhaupt keine Bereitschaft darüber zu reden, und wen es doch so stört, " der soll halt wegbleiben und in sein Land zurückgehen, und darf dann auch nicht ein Dirndl anziehen." Da werden soviele Dinge in einen Topf geworfen. Zum Theater, ich war in einem Stück von Faust und zwei Omas eine Reihe vor mir haben sich nicht mehr eingekriegt, weil der Regiesseur es gewagt hat "ein schwarzes Gretchen " zu besetzen. *tiefes seufzen Liebe Grüße an euch

Neuer Kommentar

Durch das Abschicken des Formulares stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere Personenbezogene Daten. Die Nutzung von deinem echten Namen ist freiwillig.